Hilfe und Unterstützung

Die Diakonie Württemberg bietet Betroffenen von Gewalt in ihren Einrichtungen Hilfe und Unterstützung. Dafür steht im Diakonischen Werk Württemberg die Ansprechstelle zur Verfügung.

Darüber hinaus gibt es regional verortete, diverse Hilfe- und Beratungsangebote. Neben direkt Betroffenen finden auch Angehörige, Fachkräfte, Einrichtungsleitungen und alle Personen, die sich um Menschen in Einrichtungen der Diakonie Württemberg sorgen, bei der Ansprechstelle Rat.

Übersicht spezialisierte Fachberatungsstellen Landeskoordinierungsstelle LKSF

Zentralen Anlaufstelle.help: Unabhängige Information für Betroffene von sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche und der Diakonie

Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs: Hilfeangebote für Betroffene

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen, Jugend: Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff)

Ansprechstelle des Diakonischen Werks Württemberg

Menschen, die in Einrichtungen und Angeboten der Diakonie Württemberg Gewalt und Grenzverletzungen erlebt haben oder erleben, werden von der Ansprechstelle des Diakonischen Werks unterstützt. Sexualisierte Gewalt versteht die Diakonie als Ausdruck von Machtmissbrauch. Täter und Täterinnen benutzen Sexualität, um die beschämende und erniedrigende Auswirkung von Gewalt zu erhöhen. Sie wissen genau, was sie tun und planen meist ihr Vorgehen. Die Verantwortung für (sexualisierte) Gewalt trägt immer die Tatperson allein!

 Gewalt und Grenzverletzungen können

  • Menschen erleben, die aktuell oder in ihrer Vergangenheit von Einrichtungen oder Diensten der Diakonie betreut werden und in einem Abhängigkeitsverhältnis zu den Betreuungskräften stehen.
  • Fachkräfte am Arbeitsplatz erleiden.

Ansprechstelle des Diakonischen Werks Württemberg:
Monika Memmel
Referentin für Hilfen zur Erziehung, Aufarbeitung und Prävention
0711 1656-462
memmel.m(at)diakonie-wuerttemberg.de

Beratung von Betroffenen

Die Ansprechstelle übernimmt die Erstberatung von Betroffenen, hört ihnen zu und informiert sie über mögliche Schritte, um die Gewaltsituation zu beenden. Bei Bedarf vermittelt die Ansprechstelle zu spezialisierten Fachberatungsstellen, Therapeuten und anderen Unterstützungsangeboten weiter. Die Ansprechstelle vermittelt den Kontakt zur Unabhängigen Kommission und unterstützt Betroffene bei der Erstellung des Antrags auf Anerkennungsleistungen. Auf Wunsch unterstützt die Ansprechstelle bei der Suche nach archivierten Dokumenten und bei der Kontaktaufnahme mit den Einrichtungen, in denen sexualisierte Gewalt erlitten wurde.

Beratung von Fachkräften

Mitarbeitende in diakonischen Einrichtungen, die Übergriffe durch Kollegen und Kolleginnen oder Leitungspersonen beobachten oder vermuten, können sich durch die Ansprechstelle bezüglich der Klärung ihres Verdachts beraten lassen. Dies ist bei Bedarf zunächst auch anonym möglich. Fachkräfte können sich zu Standards von Schutzkonzepten und Qualifizierungsangebote durch die Fachstellen informieren und beraten lassen.

Beratung von Träger/Einrichtungen/Dienststellen

Träger und Einrichtungsleitungen erhalten durch die Fachstellen ebenfalls Beratung

  • zur Gestaltung von Prozessen zur Entwicklung von Schutzkonzepten
  • zu den Standards von Prävention, Intervention und Aufarbeitung
  • zum Vorgehen bei unklaren Verdachtsfällen